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07.10.2008 - Damen Rollhockey WM 2008 in Yuri-Honjo/Japan

Spiel um Platz 7 gegen England

 

Um Gold sollte es gehen jetzt spielen die deutschen Damen nur noch um die Plätze 7-8. Schade, aber es war eine Millimeter Entscheidung. Trotzdem hat sich das deutsche Team in Japan als geschlossene Einheit präsentiert. Auch sah man deutlich eine Weiterentwicklung im technischen und taktischen Bereich. Doch auch die anderen Nationen haben sich weiterentwickelt und das spiegelt sich jetzt im Ergebnis wieder. Im heutigen Spiel gegen England hat Mike Neubauer sein Team nochmals eingeschworen eine geschlossene Mannschaftsleistung zu zeigen und Englands Abwehrriegel über die Außenpositionen zu knacken. England stellt sich traditionell darauf ein über eine starke Defensive auf Konter zu lauern und dadurch seine Gegner zu zermürben. Heute in der Anfangsformation Carolin Reinert im Tor, Anne-Marie Sesterhenn, Josy Strunden, Beata Geismann und Maren Wichardt. Die deutschen Damen taten sich in den ersten Minuten sehr schwer zu klaren Chancen zu kommen. England verteidigte erwartungsgemäß hart und konsequent und Mike Neubauer appellierte an die Geduld. In der 9. Spielminute schaffte es dann Maren Wichardt zum ersten mal die Englische Torfrau zu überwinden. Somit stand es 1:0. In der 12. Spielminute die nächste schöne Aktion. Ein Doppelpass über die rechte untere Ecke und wiederum Maren Wichardt schob ein zum 2.0. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Wieder ein Konter, eingeleitet durch Anne-Marie Sesterhenn, und Beata Geismann – die deutsche Kapitänin – erzielte nach einem Flachschuss das verdiente 3:0. Jetzt wollte das deutsche Team noch mehr und griff England schon in der eigenen Hälfte an. Im Tor zeigte Carolin Reinert ihre ganze Stärke und entschärfte die wenigen gefährlichen Angriffe souverän. Somit ging es mit einer beruhigenden 3:0 Führung in die Halbzeit. In der zweiten Halbzeit dauerte es dann nur bis zur 22. Spielminute und Beata Geismann markierte ihren zweiten Treffer. Nur eine Minute später eine schöne Aktion drei gegen zwei und Beata Geismann konnte zum 5:0 einschieben. Jetzt entwickelte sich ein lockeres Spielchen und bis zur 35. Spielminute fielen weitere Treffer zum 8:0. Jetzt durften auch alle anderen Spielerrinnen noch mal auf Feld und sich am Spiel beteiligen. Alles in Allem ein überlegener Sieg gegen hoffnungslos überforderte Engländerrinnen. Somit verabschiedet sich das deutsche Team als siebter der Welt aus Japan und kann sich schon heute auf die Verteidigung des Europameister Titels vorbereiten.

Spiel gegen Chile (1:2)

Am heutigen Tag stand dem deutschen Team der amtierende Weltmeister Chile gegenüber. Eine Aufgabe die bestimmt lösbar erscheint. Damit treffen 2 der ehemaligen Top Favoriten auf den Weltmeistertitel aufeinander, nur dass keiner von beiden damit gerechnet hätte nun in der Trostrunde um die Plätze 5-8 zu stehen. Das Team von Mike Neubauer ist jedenfalls hoch motiviert dem amtierenden Weltmeister ein Bein zu stellen. Diesmal in der Startformation um die Torfrau Christina Klein, Laura La Rocca anstelle der angeschlagenen Lea Reinert. In den ersten 5. Minuten des Spiels erarbeiten sich die deutschen Damen eine deutliche Feldüberlegenheit. Das Offensivspiel wurde, wie von Mike Neubauer vorgegeben, über die Ecken aufgezogen und gerade dadurch entstanden 2 gute Chancen für Maren Wichardt und Laura La Rocca (den Youngster im Team). So blieb es bis zur 7. Spielminute beim 0:0. Eine wunderschöne Einzelleistung von Maren Wichardt, sie kam weit um das gegnerische Tor herumgelaufen, führte dann zur 1:0 Führung. Nur eine Minute später, Penalty für Deutschland durch Maren Wichardt. Doch der Ball streicht links am Tor vorbei. In der 10. Spielminute bekommt Anne-Marie Sesterhenn im eigenen Strafraum den Ball unglücklich an den Schläger und fälscht diesen unhaltbar für Christina Klein zum 1:1 für die Chileninnen ab. Jetzt ein leichtes Übergewicht für die Chileninnen und ein Wechsel im deutschen Team. Für Laura La Rocca kommt Lea Reinert ins Spiel. Dadurch wird das Deutsche Spiel wieder druckvoller und die deutschen Damen kommen ihrerseits wieder zu Chancen den nächsten Treffer zu setzen. Auszeit für Deutschland in der 17. Spielminute. In der 18. Spielminute wieder eine Großchance für Beata Geismann, doch der Ball will einfach nicht ins gegnerische Tor. Insgesamt hatte das deutsche die klareren Chancen, doch auch Chile kam zu gefährlichen Tormöglichkeiten und somit ging es mit einem gerechten 1:1 in die Halbzeitpause. Mit Beginn der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Deutschland bestimmt das Geschehen aber Chile bleibt jederzeit gefährlich. Im Tor zeigt Christina Klein wieder ihr ganzes Können und strahlt eine große Sicherheit für die deutsche Hintermannschaft aus. Gerade Beata Geismann, die wiederum ein großes kämpferisches Vorbild war, merkte man jetzt den unbedingten Willen an das entscheidende Tor zu erzielen. In der 10. Spielminute ein Konter der Chileninnen und es steht 2:1 für Chile. Wird sich das deutsche Team von diesem erneuten Rückschlag erholen? Wieder Torchancen im Sekundentakt für Deutschland, der Ausgleich liegt in der Luft. Das Spiel läuft jetzt auf höchstem physischen und psysischen Niveau. 3. Minuten vor dem Ende Auszeit Deutschland. Mike Neubauer gibt dem Team letzte Anweisungen noch den verdienten Ausgleich zu erzielen. 1.30 Min. vor dem Ende wieder eine Großchance auf Höhe des Penaltypunktes, doch es soll wieder nicht sein. Jetzt hält Chile den Ball in den Ecken, kontrolliert das Geschehen und bringt das Ergebnis über die Zeit. Endstand 2:1 für Chile. Nun geht es nur noch um die Plätze 7-8 gegen den Verlierer aus der Partie Frankreich-England.

Lea Reinert: Wir sind mal wieder nicht für unseren Einsatz belohnt worden. Solche Spiel zu verlieren tut sehr weh. Wir hatten de klareren Chancen aber Spiele gewinnt man nur wenn man auch Tore schießt.

Viertelfinale gegen Portugal (2:3)

Bisher lief alles nach Plan. Mit Portugal traf die Deutsche Damen Rollhockeynationalmannschaft auf den ersehnten Wunschgegner. Zwei Siege in den letzten beiden Aufeinandertreffen gaben Anlass positiv in diese so spannende Begegnung zu gehen. Auch in der portugiesischen Presse wurde das Team von Mike Neubauer zum Favoriten erklärt und im bisherigen Turnierverlauf zeigte Portugal nicht die Klasse die man erwartet hatte. Ein knapper Sieg gegen Gastgeber Japan und ein unspektakulärer Sieg gegen Frankreich, nicht viel für eines der Mutterländer des Rollhockeysports. Die Einstellung stimmt und die Vorbereitung hätte nach dem spielfreien Mittwoch nicht besser sein können. Alle Spielerrinnen sind fit und der deutsche Physio Stephan La Rocca konnte alle kleineren Blessuren erfolgreich behandeln. Gestartet hat das deutsche Team wieder mit Christina Klein im Tor. So soll aus einer sicheren Defensive die Offensivarbeit erfolgreich abgeschlossen werden. Maren Wichardt, Anne-Marie Sesterhenn, Lea Reinert und Beata Geisman bildeten die Startformation auf dem Feld. Das Deutsche Spiel war gleich von Anfang an wieder sehr offensiv, sicherlich birgt das einige Risiken in der Defensive aber Christina Klein war mal wieder nicht zu überwinden. Bis zur 10. Minute hatte die Deutsche Mannschaft die besseren und deutlicheren Chancen zu verbuchen aber der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Portugal konnte bis dahin sein Spiel nicht entfalten und kam nur zu wenigen Chancen. In der 11. Spielminute nahm Mike Neubauer eine Auszeit um sein Team nochmals neu einzustellen doch in der 13. Spielminute erzielte Neuza Pebre, nach einer wunderbaren Einzelaktion um das Tor herum, das 1:0 für Portugal. Deutschland beherrschte weiterhin das Geschehen und Maren Wichardt gelang nur 3 Minuten später der verdiente Ausgleich. 50 Sekunden vor der Halbzeit Penalty für Deutschland durch Beata Geismann, doch der Ball streicht knapp links am Tor vorbei. Somit gehen die Teams mit einem 1:1 in die Halbzeitpause. Nachdem Beata Geismann in der 1. Minute der zweiten Halbzeit gleich eine Großchance hatte konnte Portugal im direkten Gegenzug die erneute Führung zum 2:1 erzielen. Bis zur 4. Spielminute der zweiten Halbzeit hatte wiederum Deutschland mehr vom Spiel und nach einem Foul an Beata Geismann gab es einen direkten Freistoß für Deutschland. Maren Wichardt übernahm die Verantwortung und erzielte über die linke Seite den 2:2 Ausgleich. Jetzt merkte man dem deutschen Team an, dass es die Entscheidung wollte. Ein Angriff folgte auf den anderen aber auch Portugal kam zu Chancen. In der 13. Spielminute wieder eine Großchance, diesmal durch Laura la Rocca. Jetzt war Portugal in Gefahr in Rückstand zu geraten, nahm eine Auszeit und wechselte wieder seine stärkste Spielerin Neuza Pebre ein. 3 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit musste Nicole Paczia eine Portugiesische Spielerin mit unfairen Mitteln stoppen und es gab direkten Freistoß für Portugal, doch Christina Klein hielt. 2. Minuten vor dem Ende. Eine Unachtsamkeit in der 39. Spielminute und Portugal erzielte nach einem fulminanten Schuss das 3:2. Jetzt warf Deutschland alles nach vorne, Nicole Paczia erhielt noch die gelb-rote Karte aber es sollte heute nicht reichen Portugal zu besiegen. Endstand 3:2 für Portugal. Somit spielen die Deutschen Damen „nur“ noch um die Plätze 5-8 und treffen morgen auf dem amtierenden Weltmeister Chile

Mike Neubauer: Ich kann dem Team keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gegeben und ein Sonntagsschuss hat das Spiel entschieden. Auf diesem Niveau sind alle Mannschaften ganz eng zusammen und auch ein Quäntchen Glück gehört dazu wenn man Weltmeister werden will. Dieses war aber heute bei Portugal.

Zweites Spiel gegen Argentinien (0:0)

Im heutigen Spiel gegen die Damen aus Argentinien ging es um den Einzug ins Viertelfinale - als Gruppenerster. Das war auch das erklärte Ziel von Bundestrainer Mike Neubauer. Allerdings musste man nach 3 Niederlagen aus insgesamt fünf Parteien größte Vorsicht walten lassen. So ging es dann auch gleich zur Sache. Nach dem gestrigen lockeren Auf-Galopp gegen Macau musste das Team heute alles geben. Von Anfang an ging es zur Sache. Aggressive Manndeckung und Pressing wurde von Mike Neubauer gefordert, umgesetzt haben das die Damen hervorragend. Die erste große Chance des Spiels hatte Maren Wichardt in der 3. Spielminute doch die Argentinische Torhüterin konnte parieren. Aber auch die Südamerikanerinnen kamen zu Torchancen aber Christina Klein konnte alle Schüsse parieren. Dennoch; zwischen der 5. und 8. Spielminute hatte Argentinien zu viele Konterchancen und Deutschland kam in Gefahr in Rückstand zu geraten. Stocktechnisch, taktisch und kämpferrisch wurde auf beiden Seiten Rollhockey auf höchstem Niveau geboten. Wie man Südamerikaner kennt, die argentinischen Damen waren in dieser Phase glücklicherweise sehr verspielt, zeigten keine große Mannschaftliche Geschlossenheit, kamen aber trotzdem zu einigen Chancen die dann allesamt bei der glänzend aufgelegten Christina Klein endeten. So ging es mit einem gerechten 0:0 in die Halbzeit. Mit Anfang der zweiten Halbzeit kam das Deutsche Team wesentlich besser ins Spiel. Argentinien konnte früher in seinem Spielfluss gestört werden und Beata Geismann hatte gleich zwei Großchancen die aber ebenfalls von der ausgezeichneten Argentinischen Torfrau entschärft werden konnten. In der Folgezeit entwickelte sich immer mehr Druck auf das argentinische Tor. Nochmals Beata Geismann war es dann die einen Volleyschuss an den Torwinkel setzte. Im Gegenzug liefen die schnellen Argentinierinnen zwei gegen eins und in einer dramatischen Rettungsaktion - Christina Klein war schon überwunden – konnte der Ball noch vor der Linie gesichert werden. Es war weiterhin ein Spiel auf Messers schneide. 3. Min. vor dem Ende überschlugen sich nochmals die Ereignisse. Erst konnte Maren Wichardt einen Alleingang nicht verwandeln und in der gleichen Minute trafen die Argentinierinnen den Pfosten. Jetzt sollte das 0:0 gesichert werden und der Ball in den Ecken gehalten werden. Noch 10 Sec , viel Dramatik, aber die Deutschen Damen schafften diesen psychologisch so wichtigen Punkt. Jetzt geht es nach dem spielfreien Mittwoch gegen den Sieger aus der Partie Frankreich gegen Portugal! Hervorzuheben ist die Weltklasseleistung der Deutschen Torfrau Christina Klein und wenn das Team sich noch etwas steigern kann, sollte das Minimalziel, der Einzug ins Finale tatsächlich geschafft werden.

Beata Geismann (Kapitänin) Ein unglaublich wichtiger Punktgewinn auf unserem weiteren Weg. Damit haben wir ein deutliches Zeichen gesetzt und jetzt wissen alle was in uns steckt.

Die Aufstellung: Christina Klein, Maren Wichardt , Beata Geismann , Lea Reinert , Anne-Marie Sesterhenn , Gina Behnke , Nicole Paczia , Laura La Rocca , Josy Strunden, Carolin Reinert

Erstes Spiel gegen Macau (31:0)

Nachdem Bundestrainer Mike Neubauer in seiner Teambesprechung ganz deutlich den bedingungslosen Einsatz gefordert hatte, übernahm das Team um Kapitänin Beata Geismann gleich von Anfang an die Initiative und schnürte das Team aus Macau in der eigenen Hälfte ein. Es ergaben sich schon in den ersten Sekunden zahlreiche Chancen gegen die sich tapfer wehrenden Spielerrinnen aus Macau. Das erste Turniertor erzielte Maren Wichardt nach nur 1.05 Min. Das Spiel auf eine Hälfte ging weiter und so fielen im Minutentakt die weiteren Tore durch Beata Geismann, Anne-Marie Sesterhenn, Nicole Paczia und WM Neuling Laura La Rocca zum Halbzeitstand von 0:14. In der zweiten Hälfte das gleiche Bild. Macau die ehemalige Kolonie Portugals ohne Chance und völlig überfordert von der ausgezeichneten und druckvollen Spielweise der Deutschen Damen. In der ersten Minute der zweiten Halbzeit eröffnete Nicole Paczia den Torreigen mit einem wunderbaren Treffer aus der Luft. In der Folgezeit spielten sich die Deutschen Damen in einen wahren Rausch und eine schöne Aktion folgte auf die andere. Nun durften auch Josy Strunden und der zweite WM Neuling Gina Behnke Ihren Einstand geben. Dabei gelang Gina Behnke nach einem Alleingang das erste WM Tor ihrer noch sehr jungen Karriere. Das Spiel hätte auch deutlich höher ausfallen können, wenn das Team nicht mindestens 10x Pfosten und Latte getroffen hätte. Als Auftaktgegner kam Macau genau zum richtigen Zeitpunkt. Morgen gegen Argentinien steht dem Team von Mike Neubauer mit Argentinien allerdings ein ganz schwerer Brocken gegenüber. Die Südamerikaner zählen zum engen Favoritenkreis und werden dem Team sicherlich alles abfordern.


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